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Über Uns / Konzeptioneller Ansatz

Willkommen auf der Informationsseite des Jugendtreffs.

Unser Haus ist eine von der Stadt Bad Harzburg getragene Einrichtung. Grundsätzlich ist der Jugendtreff frei zugänglich und offen für alle Kinder und Jugendlichen (Zielgruppe acht bis 21 Jahre), die Lust haben, gemeinsam ihre Freizeit zu verbringen.

Die Kinder und Jugendlichen stehen im Zentrum unseres Handelns. Die Freiwilligkeit ist eine Grundvoraussetzung für das Gelingen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Nicht Zwang oder Leistungsdruck, sondern Freiwilligkeit und Eigeninitiative stehen dabei im Vordergrund. Voraussetzung dafür ist allerdings ein respektvoller und toleranter Umgang miteinander.

Kurzfilm: Offene Kinder- und Jugendarbeit in drei Minuten erklärt:

Detailinformationen finden Sie hier:
Meine zweite Heimat – Das Juze. Offene Kinder- und Jugendarbeit. Grundsätze und Leistungen.

Unser Kinder- und Jugendzentrum hält hierzu jeden Monat ein interessantes Programm für Kinder und Jugendliche bereit. Neben dem Alltagstreff für junge Menschen wird regelmäßig gekocht, außerdem gibt es Sport- und Kreativangebote.

Neben dem festen Programm bietet das Jugendzentrum zusätzlich immer wieder Außenaktionen, handwerkliches experimentieren an der nagelneuen Werkbank, diverse Groß-, Brett- und Kartenspiele, Playstation und jede Menge Freizeitspass an.

Freizeitgestaltung und einfach nur abhängen bei der eigenen Musik über unsere mobile Boxen sind aber genauso möglich wie die Nutzung des kostenlosen W-lan inkl. Laptop oder unserer kleinen Bücherei.

Im Jugendtreff wird im Rahmen der Jugendarbeit allen Jugendlichen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihres Familienstandes, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion und ihren individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten, die gleichen Chancen gegeben.

Neben der individuellen Freizeitgestaltung bieten wir

  • Ferienpassprogramme zu den Oster- , Sommer- und Herbstferien
  • Gruppenpädagogische Angebote
  • Wochenend- und Ferienfahrten
  • Geschlechterspezifische Angebote für Mädchen- und Jungen
  • (Musik.) Veranstaltungen
  • Projekte
  • Angebot zur Mitgestaltung des Programms bis hin zur Möglichkeit der eigenständigen Nutzung der Räume
  • Beratung von Einzelnen und Gruppen
  • Zielgruppenorientierte Information
  • Jugendforum: Initiierung von und Mitwirkung bei Kooperationen zur Interessenvertretung von jungen Menschen (im Sinne des SGB VIII, § 1: positive Lebensbedingungen, kinder- und familienfreundliche Umwelt) im kommunalen Zuständigkeitsbereich

Kinder- und Jugendhäuser erfüllen für die Zielgruppe(n) in einem von Erwachsenen abgegrenzten Raum folgende Funktionen

  • An den Bedürfnissen und Interessen orientierte nicht-kommerzielle und leicht zugängliche Freizeitangebote mit Kommunikation, Action, Spaß, Musik und Sport
  • Inanspruchnahme und aktive Gestaltung von "Räumen", die eigenständig und zielgruppenadäquat genutzt werden
  • Möglichkeit, eigene jugendkulturelle Ausdrucks- und Bewegungsformen zu finden und
  • Jugendkultur live erleben zu können (Musik, HipHop, Rap, Medien, Kunst, Sport, Dance)
  • Freundschafts- und Beziehungsaufbau zu Gleichaltrigen
  • Möglichkeit, bei vertrauensvollen Erwachsenen, den Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter, leicht und niederschwellig Ansprechpartner zu finden
  • Das Aufgreifen und Bearbeiten von Problemlagen (Schule, Familie, Beziehung, Ausbildung, Gewalt, Drogen, Extremismus, Angst, Missbrauch) mit ausgleichenden, ergänzenden, vorbeugenden Angeboten; Initiierung von Beratungsprozessen
  • Initiierung, Ermöglichung und Förderung von Integrationsprozessen (jung und alt, interkulturell, in Schule, Ausbildung, Beruf, in Verein und Gesellschaft)
  • Begleitung der jungen Menschen beim Aufwachsen zur Förderung der Eigen- und
  • Selbsthilfepotentiale: Familie ergänzen oder Alternative sein, ergänzender Lernort zur Schule sein, Ausbildungs- und Berufseinstieg fördern, Berufserleben und Arbeitslosigkeit "bearbeiten", sinnvolle Aneignung von Medien, kommerziellen Angeboten und der großstädtischen Umwelt
  • Anlauf- und Vermittlungsstelle für viele Interessen, Wünsche und Fragen junger Menschen in einem Stadtteil

Ziele

Als Bildungs- und Erziehungsinstanz neben Elternhaus, Kindertageseinrichtungen und Schule kommt der Kinder- und Jugendarbeit als zentrales Element der Jugendhilfe Bedeutung und Verantwortung für die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen zu.

Kinder und Jugendliche sollen Schritt für Schritt in die Gesellschaft hineinwachsen können. Das wird ermöglicht durch angemessene Partizipation und durch die Bereitstellung der erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Förderung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Junge Menschen auf ihrem Weg vom Kind zum Erwachsenen zu unterstützen, ihnen bei der Bildung ihrer Identität zur Seite zu stehen, ihre Interessen parteilich zu vertreten und dabei Freiräume zum Ausprobieren zuzulassen und zu gestalten, sind die zentralen Ziele Offener Kinder- und Jugendarbeit. Dazu gehört auch die Schaffung von pädagogisch betreuten Spielmöglichkeiten, informellen Treffs und Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, sowie die Schaffung und der Ausbau von weiteren Freiräumen und Entfaltungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche.

Unsere / die Grundprinzipien der OKJA

  • Freiwilligkeit: Kinder und Jugendliche entscheiden selbst, ob und in welcher Form sie Angebote annehmen wollen
  • Parteilichkeit: Kinder- und Jugendarbeit ergreift Partei für Kinder und Jugendliche, vertritt die Interessen der jungen Menschen und übernimmt in Konfliktfällen Anwaltsfunktion. Sie beeinflusst die jugend- und gesellschaftspolitische Diskussion und thematisiert die Lebenslagen junger Menschen
  • Bedürfnis-, Lebenswelt- und Alltagsorientierung: Kinder- und Jugendarbeit orientiert sich an den Lebensrealitäten und dem Alltag von Kindern und Jugendlichen, berücksichtigt deren Lebenswelten und soziale und kulturelle Zusammenhänge. Programme und Angebote setzen an den Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen an, sie sind deshalb situationsbezogen und flexibel
  • Ganzheitlichkeit: Die jungen Menschen werden in Zusammenhang mit allen ihren biografischen Mustern, sozialen Bezügen, Bedürfnissen, Interessen, Wünschen, Verhaltensäußerungen und Einstellungsmustern gesehen
  • Partizipation und Selbstverwaltung: Besondere Beachtung finden Formen der Mitbestimmung und Mitverantwortung, die Möglichkeiten der Mitgestaltung bis zur Gestaltung und Nutzung von Programmteilen in Eigenregie
  • Flexibilität: Offene Arbeit lebt mit und von der Veränderung. Angebote sowie räumliche, zeitliche und methodische Bedingungen müssen sich den wandelnden Bedürfnissen und Lebensrhythmen der Kinder und Jugendlichen anpassen

Gesetzliche Grundlagen

Kindern und Jugendlichen Räume, Möglichkeiten zur Entfaltung und zur Partizipation zu geben, ist eine zentrale Aufgabe.

"Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit" (§1, SGB VIII).

Hierzu soll Jugendarbeit "junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen" (Absatz 3 Satz 1), "Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen" (Satz 3) und "dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen" (Satz 4).

Die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit leisten grundlegende Sozialisationsaufgaben für junge Menschen. Sie sind in ihrer Wirkung präventiv.

"Bei der Ausgestaltung der Leistungen und der Erfüllung der Aufgaben sind die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern" (§9, Abs. 3, SGB VIII).

Jugendarbeit hat im System der Jugendhilfe einen unverzichtbaren Stellenwert: "Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen" (§ 11, SBG VIII).

Kinder- und Jugendarbeit ist eine Pflichtaufgabe nach dem SGB VIII. Bei den für die Jugendhilfe zur Verfügung stehenden Mitteln ist darauf zu achten, dass ein "angemessener Anteil" für die Jugendarbeit zur Verfügung steht. (§ 79, Absatz 2 Satz 2, SGB VIII)

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